Nachhaltigkeit in den Kommunen umsetzen
Netzwerk organisiert Informationsveranstaltung zum Nachhaltigkeits-Check
Aktuell läuft im Hohenlohekreis die Aktionswoche „Gutes Klima für Hohenlohe“. Veranstalter ist das gleichnamige Bündnis. Die Aktionswoche zeigt vom 2. bis 10. Mai, wie vielfältig, kreativ und engagiert sich Menschen, Institutionen und Organisationen in der Region für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Ziel der Aktionswoche ist es, den Themen Klima und Nachhaltigkeit in Hohenlohe eine Bühne zu geben. Eine geeignete Plattform also für das Netzwerk LEADER und Klimazentrum Hohenlohekreis, um das Thema Nachhaltigkeit mit einer entsprechenden Informationsveranstaltung in die Kommunen zu tragen.
Das Netzwerk, bestehend aus dem Klimazentrum des Hohenlohekreises und den LEADER Regionalmanagements Limesregion Hohenlohe-Heilbronn und Hohenlohe-Tauber hat passend zu den Zielsetzungen der Aktionswoche „Gutes Klima für Hohenlohe“ eine Informationsveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit in der Kommune angeboten. Vorgestellt und in der Praxis ausprobiert wurde der sogenannte Kommunale N!-Check. Dabei handelt es sich um ein erprobtes Anwendungstool zur Überprüfung der Nachhaltigkeit von kommunalen Projekten. Entwickelt wurde der N!-Check von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Koordiniert wird die Umsetzung des N!-Check vom Nachhaltigkeitsbüro an der LUBW.
Mit dem N!-Check können die Auswirkungen von geplanten kommunalen Vorhaben einfach und schnell eingeschätzt und dargestellt werden. Gleichzeitig werden kommunale Mitarbeitende für die Integration der Belange der Nachhaltigkeit in die tägliche Arbeit sensibilisiert. Der N!-Check unterstützt Kommunen, anhand von 24 Leitfragen den abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit ganz konkret auf das Verwaltungshandeln zu transformieren. Als Ergebnis liefert er ein Gesamtbild zur Einschätzung der Nachhaltigkeitswirkungen eines Vorhabens und ermöglicht einen umfassenden Blick darauf. Für die Beurteilung gibt er Anhaltspunkte und Denkanstöße: Wie nachhaltig ist das Vorhaben? Wie kann es nachhaltiger werden?
Gastgeber der Veranstaltung war die Stadt Künzelsau, die sich nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich mit einem Beispiel aus der Praxis in das Programm der Informationsveranstaltung einbrachte. Die Moderation und den inhaltlichen Input leistete Roswitha McLeod, die im Auftrag der LUBW den N!-Check in den Kommunen des Landes Baden-Württemberg vorstellt und entsprechende kommunale Prozesse begleitet.
Nach der Einführung in die Thematik durch Frau McLeod stand die praktische Anwendung zur Durchführung des N!-Checks anhand einer Mustervorlage und einem Begleitheft mit Erläuterungen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung. Dazu lieferte Melissa Neumann, Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung und Bürgerbeteiligung – Klimamanagement bei der Stadt Künzelsau, ein passendes Fallbeispiel. In Kleingruppen wurden die 24 Leitfragen des N!-Checks diskutiert und erörtert. Abschließend erfolgte eine Bewertung des Projektes unter dem Aspekt der Nachhaltigkeitswirkungen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informationsveranstaltung bewerteten den N!-Check in der Abschlussrunde als sinnvolles Instrument, um kommunales Tun und Handeln betreffend der Nachhaltigkeitswirkungen zu überprüfen. Der N!-Check ist ein gutes Hilfsmittel für gute Entscheidungen im Laufe des Planungsprozesses.
Mit der Informationsveranstaltung zum kommunalen N!-Check hat das Netzwerk Klimazentrum Hohenlohekreis und LEADER einen bereichernden Beitrag zum Gelingen der Aktionswoche „Gutes Klima für Hohenlohe“ geliefert.
