LEADER Regionalmanagements aus Baden-Württemberg setzten sich für die Zukunft von LEADER ein
Austausch der Regionalmanagements in Brüssel mit wichtigen Vertreterinnen und Vertretern
Aktuell laufen auf Ebene der Europäischen Union (EU) die Verhandlungen zur Ausgestaltung des sogenannten Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) 2028 bis 2024.
Die EU-Kommission schlägt eine strukturelle Neuordnung der EU-Finanzarchitektur vor. Kohäsionspolitik und Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sollen in einem neuen Großfonds gebündelt werden, gesteuert über nationale und regionale Partnerschaftspläne (NRPP). Damit verschiebt sich das System von eigenständigen Programmen mit klarer Mittelbindung hin zu strategischen nationalen Gesamtplänen mit stärkerer Reform- und Meilensteinorientierung.
Für die ländliche Entwicklung und insbesondere LEADER bedeutet dies eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen. Eine eigenständige Mittelbindung für die ländliche Entwicklung wäre den Vorschlägen zufolge nicht mehr vorgesehen. LEADER würde damit seine institutionelle Verankerung verlieren und stärker in Abhängigkeit nationaler Prioritätensetzungen geraten. In den laufenden Verhandlungen geht es also um die Zukunft des europäischen Förderprogramms LEADER für den ländlichen Raum. Jetzt gilt es, sich für die Fortführung von LEADER einzubringen.
Auf diesen Weg der Interessenvertretung und für den Einsatz für die Fortführung von LEADER ab dem Jahr 2028 haben sich 14 LEADER Regionalmanagements aus Baden-Württemberg gemacht. Vor Ort in Brüssel haben sie in den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher EU-Institutionen, den Generaldirektionen der Kommission, dem Europäischen Parlament, Deutscher Landkreistag, Ausschuss der Regionen und der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union auf die Wichtigkeit von LEADER für die Menschen in den ländlichen Regionen in Europa und in Baden-Württemberg hingewiesen. Die klare Botschaft der Regionalmanagements an die Vertreterinnen und Vertreter der EU-Institutionen war, dass LEADER auch über das Jahr 2028 hinaus beibehalten werden muss, weil durch die vielen geförderten Projekte die EU vor Ort bei den Menschen und in den Kommunen sichtbar und greifbar wird. Dafür ist auch eine solide und sichere Mittelausstattung erforderlich.
Unterstützt wurden die Regionalmanagerinnen und Regionalmanager aus Baden-Württemberg in der Vorbereitung der Reise und in der Begleitung vor Ort in vorbildlicher Art und Weise vom Europabüro der baden-württembergischen Kommunen unter der Leitung von Jan Molzberger. Für die hervorragenden Planung und Organisation zeichnete Philipp Hamm vom Team des Europabüros verantwortlich. Das Europabüro der baden-württembergischen Kommunen mit seinen Kontakten und Netzwerken war für die LEADER Regionalmanagerinnen und Regionalmanager aus Baden-Württemberg der Schlüssel zu dem wichtigen Austausch mit den hochkarätigen Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen EU-Institutionen. Auch die Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel ließ es sich nicht nehmen und lud die LEADER Delegation zu einem fachlichen Austausch ein. Das zeigt die Wahrnehmung der Delegationsreise auf Landesebene.
Nach Brüssel gilt es jetzt auf Ebene der LEADER Aktionsgruppen im weiteren Verhandlungsprozess die LEADER-Fahne hochzuhalten und alle am Entscheidungsprozess Beteiligten davon zu überzeugen, dass LEADER wesentlich dazu beiträgt, dass die Menschen im ländlichen Raum den europäischen Gedanken in sich tragen und dass die Gelder aus Brüssel ein Segen für den ländlichen Raum sind.
