Die LEADER Klima AG Baden-Württemberg kommt zum Austauschtreffen zusammen
Klimaschutz und Klimaanpassung in Theorie und Praxis
In der laufenden LEADER Förderperiode sind die Themen Klimaschutz, Klimaanpassung, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit ein Schwerpunkt in der Strategie der Regionalentwicklung und in der Umsetzung von Projekten in den 20 LEADER Aktionsgruppen des Landes Baden-Württemberg. Um Synergien zu erzeugen und voneinander zu lernen hat sich daher mit dem Start der Förderperiode 2023–2027 die LEADER Klima AG Baden-Württemberg gegründet. Dabei handelt es sich um eine offene Arbeitsgruppe, die mindestens einmal pro Jahr zu Austauschtreffen zusammenkommt, um eine vorher festgelegte Agenda zu erörtern.
Auf Einladung der LEADER Aktionsgruppe Mittleres Oberschwaben hat sich die Klima AG Baden-Württemberg jüngst in Aulendorf zum Austausch getroffen.
Im theoretischen Block des Austauschtreffens ging es um die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung in der neuen LEADER Förderperiode ab dem Jahr 2028. Erste Überlegungen wurden hierzu von den teilnehmenden Regionalmanagerinnen und Regionalmanager diskutiert. Weitere Themen waren der weitere Fahrplan der Klima AG bis zur nächsten Förderperiode sowie der angedachte Leitfaden mit Beispielen aus der Praxis als Orientierung für potentielle Antragstellerinnen und Antragsteller.
Nach der Theorie dann die Praxis. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Bauschuttsortieranlage Heydt GmbH am Standort Aulendorf. . Als erstes Unternehmen in Deutschland setzt die Heydt GmbH auf eine rein KI-gestützte Sortieranlage speziell für Bau- und Abbruchabfälle. Für die Anschaffung einer stationären Presse erhielt die Firma Heydt GmbH einen Zuschuss aus dem EU-Programm LEADER 2014-2020. Mit der Anschaffung einer speziellen Ballenpresse für großvolumige Abfälle kann die Firma Heydt GmbH die Agrarkunststoffe in der Region sammeln, verpressen und dem Recycling zuführen.
Für die Besichtigung des zweiten Projekts wechselte die Klima AG den Standort. Von Aulendorf ging es nach Bad Saulgau. Ziel war die Besichtigung des NaturThemenPark Bad Saulgau. Die Stadt Bad Saulgau hat es sich als Landeshauptstadt der Biodiversität zur Aufgabe gemacht, den Besucher*innen und Mitbürger*innen die Natur näher zu bringen. Für Interessierte und besonders für Familien mit Kindern wurden zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, um Wissenswertes über Natur und Umwelt auf anschauliche Art und Weise zu vermitteln. Die Besucher können den NaturThemenPark Bad Saulgau zu Fuß oder mit dem Fahrrad auskundschaften und hierbei Naturlehrpfade, Gewässer-Renaturierungsmaßnahmen, Biotopanlagen, die Umwandlung von Einheitsgrün in artenreiches Grün und naturnah angelegte Wanderwege kennenlernen und erforschen.
Die Regionalmanagerinnen und Regionalmanager erkundeten den NaturThemenPark Bad Saulgau zu Fuß. Begleitet und fachlich angeleitet wurden Sie von Thomas Lehenherr, Erfinder und Gründer Biodiversitätskonzept und NaturThemenPark. Bei herrlichstem Sommerwetter zeigten sich die Regionalmanagerinnen und Regionalmanager begeistert von der Idee und der Umsetzung des NaturThemenPark Bad Saulgau. Der Stadt Bad Saulgau wurden im Rahmen ihres Engagements für den Umwelt- und Naturschutz zahlreiche wichtige Landes -, Bundes- und europäische Auszeichnungen verliehen. Und wie so oft braucht es einen Kümmerer oder eine Kümmerin, um solch ein Projekt umzusetzen und nachhaltig zu führen. In diesem Fall ist das Thomas Lehenherr, der frühere Umweltbeauftragte der Stadt Bad Saulgau.
Mit vielen neuen Eindrücken und guten Ergebnissen aus den Kleingruppenarbeit machten sich die Regionalmanagerinnen und Regionalmanager nach einem langen und intensiven Arbeitstag wieder auf den Weg in ihre Aktionsgebiete. Es geht ja in Zukunft weiterhin darum, viele Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung umzusetzen.
